10 Vorteile von SEO gegenüber bezahlter Werbung mit Google Ads

In der heutigen digitalen Welt stehen Unternehmen vor der Herausforderung, sich auf dem hart umkämpften Online-Markt zu behaupten. Zwei der effektivsten Methoden, um Sichtbarkeit und Traffic zu erhöhen, sind Suchmaschinenoptimierung (SEO) und bezahlte Werbung über Google Ads oder Bing Ads. Doch was genau unterscheidet diese beiden Marketingmethoden? Und warum könnten die Vorteile von SEO langfristig überwiegen?

Google Ads ist eine Form der bezahlten Werbung, bei der Unternehmen für Anzeigen bezahlen, die in den Suchergebnissen von Google erscheinen. Diese Anzeigen sind in der Regel prominent in den Suchergebnissen platziert und werden auf Pay-per-Click Basis (PPC) abgerechnet. Das bedeutet, dass Unternehmen jedes Mal, wenn ein Nutzer auf ihre Anzeige klickt, einen bestimmten Betrag an Google zahlen. Wie hoch dieser Betrag ist, hängt vom Wettbewerb um das jeweilige Keyword ab und der Relevanz des werbenden Unternehmens. Google Ads-Kampagnen ermöglichen eine sofortige Sichtbarkeit, allerdings nur solange das Budget reicht.

Im Gegensatz dazu zielt SEO darauf ab, die organischen nicht-bezahlten Suchergebnisse zu verbessern. Dabei werden SEO-Techniken eingesetzt, um bessere Platzierungen („Rankings“) in den Suchergebnissen und damit eine höhere Sichtbarkeit bei den Nutzern der jeweiligen Zielgruppe zu erreichen. Es fallen keine Kosten an, wenn Nutzer auf diese organischen Links klicken.

Zu diesen SEO-Techniken gehören beispielsweise die Optimierung von Inhalten, die Verbesserung der technischen Struktur der Website oder der Aufbau von Backlinks und Autorität in der eigenen Nische.

Im Gegensatz zur sofortigen Sichtbarkeit mit Google Ads ist SEO ein langfristiger Prozess, der kontinuierliche Anpassungen und Zeit erfordert, aber bei richtiger Umsetzung nachhaltige Ergebnisse liefert.

In diesem Blogbeitrag werden wir 10 wichtige Vorteile von SEO gegenüber bezahlter Werbung in Google Ads beleuchten.

1. Langfristige Ergebnisse

Dieses Thema wurde bereits in der Einleitung angesprochen: Suchmaschinenoptimierung bringt nicht von heute auf morgen Ergebnisse. Oft ist Geduld gefragt und man muss auch oft auch mal ein paar Monate warten bis man erste Ergebnisse sieht. Bei umkämpften Suchbegriffen ist das Erreichen von Rankings sogar noch zeitaufwendiger. Mit einer Google Ads Kampagne hingegen ist man sofort nach Aktivierung der Kampagne sichtbar.

Die Kehrseite der Medaille: Sobald die Google Ads-Kampagne deaktiviert wird, verschwindet man aus den Suchergebnissen.

Die Ergebnisse, die man mit SEO erzielt, sind somit deutlich nachhaltiger. Gute Rankings müssen zwar verteidigt werden – SEO erfordert Konsequenz und Engagement über einen längeren Zeitraum. Würde man aber von einem Tag auf den anderen mit SEO aufhören, würde man die erreichten Rankings noch eine ganze Weile behalten und nur langsam in den Suchergebnissen zurückfallen.

Takeaway: SEO liefert nachhaltige, langfristige Ergebnisse, während Google Ads nur so lange Traffic generiert, wie die Anzeigen geschaltet und bezahlt werden.

2. Kosteneffizienz

Im Vergleich zu Google Ads ist SEO oft eine wesentlich kosteneffizientere Strategie, um Traffic und Sichtbarkeit zu generieren. Google Ads basiert auf dem Pay-per-Click (PPC) Modell, bei dem Unternehmen jedes Mal zahlen, wenn ein Nutzer auf ihre Anzeige klickt. Die Kosten pro Klick (CPC) können je nach Wettbewerb um das jeweilige Keyword erheblich variieren. In stark umkämpften Branchen können die CPCs sehr hoch sein, was die Gesamtausgaben für eine Kampagne in die Höhe treibt. Zudem endet die Sichtbarkeit sofort, wenn das Budget aufgebraucht ist. Einen guten Überblick zu den Kosten pro Klick gibt unsere Partneragentur searchads.agency in den Google Ads CPC Insights.

SEO hingegen erfordert zwar anfängliche Investitionen in Optimierungen und kontinuierliche Pflege, verursacht jedoch keine zusätzlichen Kosten pro Klick. Einmal erreichte organische Rankings führen oft zu dauerhaftem Traffic, ohne dass für jeden Besuch extra gezahlt werden muss. Falls Sie SEO an eine Agentur auslagern, dann beschränken sich die laufenden Kosten auf die Bezahlung von SEO-Dienstleistungen und die Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte. Über die Zeit können diese Kosten relativ stabil bleiben, während die Vorteile in Form von konstantem, organischem Traffic weiter anhalten.

Darüber hinaus ermöglicht eine gute SEO-Strategie, gezielten und qualifizierten Traffic zu generieren, der eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, zu Konversionen zu führen. Da Nutzer, die über organische Suchergebnisse auf eine Website gelangen, oft eine höhere Kaufabsicht haben, können die Ausgaben für SEO zu einem besseren Return on Investment (ROI) führen.

Takeaway: SEO bietet oft eine kosteneffiziente Möglichkeit, langfristigen und qualifizierten Traffic zu generieren, ohne die laufenden Kosten, die bei Google Ads durch das Pay-per-Click Modell entstehen.

3. Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit

Vielleicht liegt es daran, dass organische Suchergebnisse nicht wirklich als Werbung wahrgenommen werden, sondern in erster Linie als ehrliche Antwort auf die Suchanfrage des Nutzers. Die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen für relevante Suchanfragen in Verbindung mit wertvollen Inhalten, die genau die Informationen liefern, die die Nutzer suchen, trägt eindeutig zum Vertrauen dieser Nutzer bei.

Es ist bekannt, dass Nutzer viel klicken und eine Website mehrmals besuchen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Jede Suchanfrage und jeder Website-Besuch ist also eine Gelegenheit, die Gunst des Nutzers zu gewinnen und ihn davon zu überzeugen, bei Ihnen zu kaufen.

Takeaway: Organische Suchergebnisse werden oft als vertrauenswürdiger angesehen als bezahlte Anzeigen. Nutzer neigen dazu, organische Ergebnisse für relevanter und glaubwürdiger zu halten.

4. Bessere Klickrate (CTR)

Im Zusammenhang mit dem obigen Punkt ist anzumerken, dass gute organische Ergebnisse deutlich bessere Klickraten erzielen als Google Ads. Dies könnte wiederum damit zusammenhängen, dass die Nutzer die organischen Ergebnisse nicht als „Werbung“ wahrnehmen und daher keine „Abwehrreaktion“ zeigen.

Takeaway: Organische Ergebnisse können höhere Klickraten erzielen, da viele Nutzer Anzeigen bewusst ignorieren (sog. „Bannerblindheit“) und sich eher auf organische Ergebnisse verlassen.

5. Markenbildung

In den letzten Monaten bin ich auf eine besondere Schuhmarke aufmerksam geworden. „Vivaia“ ist eine Firma, die „ökologische“ Schuhe in vielen Größen und Modellen herstellt. Ich kenne diese Firma nicht, weil ich gezielt nach neuen Schuhen suche – da bin ich schon versorgt. Nein – ich kenne dieses Unternehmen, weil ich einfach ÜBERALL Werbung von ihr sehe: in meinem Facebook-Feed und, weil ich neugierig wurde und auf eine Anzeige geklickt habe, auch auf Bannern von Seiten, die ich häufig benutze, wie DeepL Write oder Linguee.

Vivaia ist ein gutes Beispiel dafür, wie Sichtbarkeit die Markenbekanntheit steigert. Die Nutzer verbinden das Unternehmen mit einem bestimmten Produkt und denken an das Unternehmen, wenn sie das Produkt in Zukunft kaufen wollen.

Diese Sichtbarkeit und Markenbekanntheit können Sie auch sehr gut mit SEO erreichen. Ziel Ihrer SEO-Strategie sollte es sein, nicht nur kommerzielle oder transaktionsbezogene Keywords abzudecken, sondern auch allgemeine, informative Suchanfragen, die Ihre Zielgruppe stellen könnte. Wenn Sie immer dann mit den richtigen Informationen präsent sind, wenn Nutzer Ihrer Zielgruppe Suchanfragen rund um Ihr Produkt stellen, schaffen Sie Vertrauen und festigen den Namen Ihrer Marke in deren Köpfen. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kaufentscheidung zu Ihren Gunsten ausfällt.

Und siehe da – ich bin tatsächlich über Vivaia-Schuhe neugierig geworden und werde sie bestimmt in Betracht ziehen, wenn ich wieder Ballerina-Pumps kaufen will. Marketing-Ziel erreicht!

Takeaway: Gutes SEO erhöht die Sichtbarkeit und das Ansehen einer Marke durch konstante Präsenz in den organischen Suchergebnissen. Das hilft, die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer zu Kunden werden, zu erhöhen.

6. Bessere Nutzererfahrung

Gute Rankings sind das Ergebnis von intelligentem SEO. Und intelligente Suchmaschinenoptimierung beginnt mit der eigenen Website. Websites müssen attraktiv sein, mit einer einfachen und übersichtlichen Navigation, schnellen Ladezeiten und einer SEO-freundlichen internen Linkstruktur. Spätestens mit der Einführung des Mobile-First Indexing wurde klar, dass ein Mobile-Friendly Design auch ein absolutes Muss ist.

Der Anspruch an eine gute User Experience erstreckt sich auch auf die Inhalte. Um ein gutes Ranking oder ein Featured Snippet zu erreichen, reicht es nicht mehr aus, das relevante Keyword/Phrase überall im Text zu verteilen.

Es ist nun absolut wichtig, die Suchintention hinter der jeweiligen Suchanfrage analysiert und verstanden zu haben. Der Content muss also genau die Informationen liefern, die der Nutzer mit seiner Suchanfrage sucht – und damit etwas Einzigartiges, vielleicht sogar Aufwändiges, das die Konkurrenz in den Schatten stellt.

Takeaway: SEO erfordert Optimierungen, die auch die Nutzererfahrung verbessern, wie zum Beispiel schnelle Ladezeiten, mobile Optimierung und qualitativ hochwertige Inhalte.

7. Konkurrenzvorteil

Je nach Markt kann SEO einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz schaffen. Vielleicht haben Ihre Konkurrenten noch nicht mit SEO begonnen und Sie können ohne großen Aufwand Sichtbarkeit in den Suchergebnissen erlangen. Oder Sie finden bei der Keyword-Recherche Suchbegriffe, bei denen die Konkurrenz noch nicht so groß ist und gute Rankings schnell erreicht werden können.

Noch besser ist es, wenn Sie „Blue Ocean SEO“ betreiben, indem Sie z.B. ein völlig neues Produkt entwickeln – und damit einen neuen Markt und neues Potenzial für Suchanfragen schaffen.

Takeaway: Eine starke SEO-Strategie kann Unternehmen helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben, besonders in Märkten, wo (noch) nicht alle Wettbewerber stark auf SEO setzen, oder wo Sie mit einem ganz neuen Produkt neues Marktpotenzial schaffen.

8. Erhöhte Website-Trafficqualität

100.000 Klicks auf der Website nützen nichts, wenn diese Nutzer nicht „qualifiziert“ sind, d.h. nicht der für Sie relevanten Zielgruppe angehören und nach dem Besuch wahrscheinlich keine Kaufabsicht entwickeln.

Durch gezielte SEO können Sie Nutzer aus der gewünschten Zielgruppe gewinnen und mit Hilfe verschiedener Analysetools untersuchen, wie lange diese auf der Seite bleiben und wie sie durch die Website navigieren. So können Sie wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Inhalte bei den Nutzern besonders gut ankommen und Ihre Website entsprechend weiterentwickeln. So können Sie Vertrauen und Bindung bei diesen potenziellen Kunden fördern.

Takeaway: SEO zielt darauf ab, Nutzer zu Ihrer Website zu locken, die tatsächlich an den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind; das führt häufig zu höheren Konversionsraten.

9. Breitere Reichweite

Welche Marketingmaßnahmen Sie setzen, wird vom Verhalten der relevanten Zielgruppe abhängen. Suchen Ihre potenziellen Kunden nach Ihren Produkten/Dienstleistungen mit einer Suchmaschine, dann bietet sich auch SEO als Methode an, Ihre Reichweite zu erweitern.

Auch innerhalb von SEO gibt es mehrere Optionen, um mehr Nutzer zu erreichen. Suchanfragen können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, z.B. informativ, navigationsbezogen, transaktionsbezogen. Je nach Absicht des Nutzers werden seine Suchanfragen anders formuliert sein. Analysieren Sie Nutzerverhalten ganz genau und richten Sie Ihre Inhalte entsprechend aus, um möglichst viele potenzielle Kunden anzusprechen.

Takeaway: SEO optimiert für verschiedene Arten von Suchanfragen (informativ, navigationsbezogen, transaktional), was eine breitere Zielgruppe anspricht.

10. Einfluss von KI

In Kürze wird Google in Europa „AI Overviews“ (in der Entwicklungsphase „SGE“ oder „Search Generative Experience“ genannt) einführen. Diese neue KI-gestützte Funktion wird die Art und Weise, wie Suchergebnisse präsentiert werden, verändern. Ein Nebeneffekt ist, dass weniger Platz für Google Ads in den Suchergebnissen zur Verfügung stehen wird. Google wird also auf einen Teil seiner Einnahmen aus der PPC-Werbung verzichten (müssen). In der Folge wird diese Art der bezahlten Werbung an Bedeutung verlieren.

Die Einführung dieser Funktion wird SEO sehr ändern. Genau wie, wird derzeit fieberhaft diskutiert. Letztendlich weiß aber aber niemand was kommt. Als SEO-Agentur bleiben wir auf jeden Fall auf dem Laufenden, um unseren Kunden die passenden Lösungen anbieten zu können, wenn sich die Situation in der neuen SEO-Landschaft klärt.

Wir sind aber davon überzeugt: SEO wird auch nach der Implementierung von KI in Suchmaschinen wichtig bleiben!

Takeaway: Die Einführung von KI-unterstützte Funktionen in Suchmaschinen wie Google wird SEO auf den Kopf stellen – aber keinesfalls auslöschen. Wir als SEO-Agentur bleiben auf dem Laufenden, damit wir unseren Kunden passende Lösungen in der neuen SEO-Landschaft bieten können.

Lesetipp

Warum Google Ads nicht mehr das ist, was es einmal war (riskplaywin.com)